Die bayerische Justiz hat die anonyme Meldeplattform der Zentralstelle zur Bekämpfung von Betrug und Korruption im Gesundheitswesen (ZKG) um vier Jahre verlängert. Seit Oktober 2021 gingen bei der Nürnberger Behörde 690 Hinweise ein, die zu 276 Ermittlungsverfahren gegen bekannte und 150 Verfahren gegen unbekannte Personen führten, teilte Justizminister Georg Eisenreich mit.
Die Gesundheitsausgaben in Deutschland erreichten 2024 mit 538,2 Milliarden Euro einen Rekordwert.
Betrug und Korruption im Gesundheitswesen könnten enorme finanzielle Schäden verursachen und sogar Gesundheit gefährden, sagte Eisenreich. Die ZKG gehe gezielt gegen „schwarze Schafe“ im Gesundheits- und Pflegebereich vor.
Das Online-System ermöglicht anonyme Meldungen mit Rückfrageoption. Vergleichbare Plattformen gibt es unter anderem bei der Polizei in Baden-Württemberg und Niedersachsen sowie beim Bundeskartellamt. Missbrauch der bayerischen Plattform sei bisher nicht festgestellt worden. (dts Nachrichtenagentur)