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Erste eigene Grundschule von Köln-Volkhoven-Weiler

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Neubau für die Anna-Langohr-Grundschule am Fühlinger Weg ist bezugsbereit

Der Neubau der Anna-Langohr-Grundschule am Fühlinger Weg 7 ist die erste eigene Grundschule in Köln-Volkhoven/Weiler. Mit der bauaufsichtlichen Abnahme ist der bereits im Frühjahr fertiggestellte Neubau jetzt betriebsbereit. Bisher war die Schule im Lebensbaumweg in Köln-Heimersdorf beheimatet. Bisher hatte ein geeignetes wohnortnahes Grundstück gefehlt, die Schüler*innen mussten bisher mit dem Schulbus in den benachbarten Stadtteil gebracht werden, wo sich die Gemeinschaftsgrundschule (GGS) einen Standort mit der Katholischen Grundschule teilte. Durch die Zusammenlegung der Förderschulen Fühlinger Weg 7 und Soldiner Straße 68 konnte ein eigener Neubau erstellt werden.

Mit dem Umzug verlässt die GGS den seit 1964 genutzten Standort. Namensgeberin der Schule ist die Lehrerin Anna Langohr, die sich am 11. Juni 1964 einem Attentäter entgegenstellte, der mit einem Flammenwerfer acht Kinder und zwei Lehrerinnen tötete. Sie stellte sich schützend vor die Kinder und überlebte nur schwer verletzt.

Der Neubau für die Grundschule umfasst die Errichtung eines Schulgebäudes mit Turnhalle. Der zweigeschossige, L-förmige Baukörper der Schule erstreckt sich über circa 65 Meter entlang des Fühlinger Wegs und rund 63 Meter entlang des Weiler Wegs. Die Turnhalle mit Photovoltaikanlage auf dem Dach und einer Ausdehnung von circa 31 mal 34 Metern liegt westlich des Schulbaus und umfasst mit dem Schulgebäude und einem Pausendach den geschützten Schulhofbereich. Auf dem Außengelände gibt es ein grünes Klassenzimmer unter Bäumen. Baulicher Mittelpunkt der Schule ist ein rund 150 Quadratmeter großes Forum, die Flurbereiche des Schulgebäudes sind zu Aufenthalts- und Arbeitsbereichen erweitert worden.

Der Baubeginn war am 14. August 2017, die Fertigstellung hatte sich zunächst Corona bedingt verzögert. Zuerst kam es bei den Materiallieferungen industriell vorgefertigter Produkte zu erheblichen Schwierigkeiten. Der Betonwerkstein aus Italien war davon stark betroffen und auch der in Holland gefertigte Linoleumboden. Danach hatten Personalengpässe unter den überwiegend aus dem Ausland einreisenden Arbeitskräften vor allem im Gewerk Trockenbau den Baufortschritt ausgebremst. Hinzu kamen Verzögerungen durch Insolvenzen wie etwa im Gewerk Sporthallenboden, so dass neu ausgeschrieben und vergeben werden musste. Auch im Gewerk Sanitär gab es Insolvenzen.

Zuletzt waren bei den obligatorischen Raumluftmessungen vor der Inbetriebnahme von Gebäuden Toleranzwerte teilweise überschritten worden, sodass die ursprünglich für nach den Sommerferien 2021 geplante Inbetriebnahme nicht erfolgen konnte. Ausgedünstet waren so genannte Aromaten, die in allen Baustoffen wie Farben und Lacken (Anstrichstoffe) oder in Klebstoffen als Lösemittel immer enthalten sind. Sie sind auch in grundsätzlich als unbedenklich eingestuften Produkten enthalten wie sie für Schulen vorgeschrieben sind und angewendet werden. Mittlerweile entsprechen die Richtwerte in allen Gebäudeteilen der Norm, so dass die Schule einziehen kann.

Mit dem Neubau wurden mehr als 15 Millionen Euro in diesen Schulstandort investiert. Die Schule ist zweizügig, der Neubau bietet aber bereits die Option, um einen Zug zu erweitern (auf maximal 300 Schulplätze).

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