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Immer mehr Ostdeutsche arbeiten freiberuflich

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Immer mehr Ostdeutsche arbeiten als selbständige Freiberufler. Das geht aus einer aktuellen Auswertung des Bundesverbands der Freien Berufe (BFB) anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Deutschen Einheit hervor, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagausgaben) berichten. Demnach sind aktuell 265.000 Ostdeutsche als selbstständige Freiberufler tätig, 51,4 Prozent mehr als noch im Jahr 2010.

Seit 1993 hat sich die Zahl sogar vervierfacht, damals waren nur 66.000 als selbständige Freiberufler tätig. Auch in den westdeutschen Bundesländern ist die Zahl der selbstständigen Freiberufler gestiegen. Mit einem Zuwachs von 153,7 Prozent zwischen 1993 und 2020 auf aktuell rund 1,185 Millionen Freiberufler fiel der Zuwachs im relativen Verhältnis allerdings weniger stark als in Ostdeutschland aus. Bei der Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten, die in Freiberufler-Teams aktiv sind, hat sich in den alten Bundesländern zwischen 1993 und 2020 ein Zuwachs von 140,4 Prozent auf aktuell 3,255 Millionen Arbeitnehmer ergeben. In den neuen Bundesländern fiel der Zuwachs mit 121 Prozent auf aktuell rund 736.000 Arbeitnehmer geringer aus. “Freie Berufe sind seit nunmehr 30 Jahren in allen 16 Bundesländern personifizierte Bürgerrechte, gesellschaftliche, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Infrastruktur”, sagte BFB-Präsident Wolfgang Ewer. Die Freien Berufe hätten ihren Teil dazu beigetragen, um die Demokratie zu festigen, so Ewer. Mit Sorge blickt er allerdings auf die Folgen der Coronakrise. “Durch die Coronakrise werden die Widerstandsfähigkeit und Handlungsfähigkeit unserer Demokratie herausgefordert”, sagte Ewer. Er warnte davor, dass Extremisten die aktuelle Situation als “Plattform für demokratiefeindliche Hetze” nutzen würden. “Gerade in Krisenzeiten ist der pluralistische Dialog daher wichtiger denn je”, so Ewer. (dts Nachrichtenagentur)

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