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Landkreistag-Präsident kritisiert Verdi

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Vor der Ausweitung der Warnstreiks im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes in den kommenden Tagen hat Landkreistag-Präsident Reinhard Sager die Gewerkschaft Verdi attackiert. “Für die Warnstreiks noch vor der entscheidenden Verhandlungsrunde im Oktober fehlt mir jedes Verständnis. Sie passen nicht in die Corona-Zeit mit steigender Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit und drohenden Pleiten”, sagte Sager der “Neuen Osnabrücker Zeitung”.

Die Forderung von Verdi von 4,8 Prozent für alle Mitarbeiter im öffentlichen Dienst nannte Sager “völlig überzogen”. Das werde es am Ende der Verhandlungen nicht geben, “das ist nicht drin”. Der Landkreistag-Präsident sagte, die Gehälter für Erzieher und Pflegekräfte seien in den zurückliegenden Jahren “erheblich gestiegen, deutlich oberhalb der Inflationsrate”. Natürlich müsse man die Mitarbeiter “anständig bezahlen”, aber das geschehe bereits. Insbesondere die Gehälter von Erziehern seien von 2009 bis jetzt um 40 bis 50 Prozent angestiegen. “Wir haben diese Berufsgruppen im öffentlichen Dienst nicht aus dem Blick verloren, im Gegenteil. Eine Erzieherin verdient mehr als ein Brandmeister der Berufsfeuerwehr.” Verdi fordert für die bundesweit 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen 4,8 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 150 Euro mehr im Monat. Die Arbeitgeber hatten in den ersten zwei Verhandlungsrunden noch kein Angebot vorgelegt. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 22. und 23. Oktober angesetzt. Am Freitag hatte Verdi die Ausweitung der Warnstreiks für diese Woche angekündigt. (dts Nachrichtenagentur)

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