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Leverkusen-Geschäftsführer geht mit Klub hart ins Gericht

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Der Geschäftsführer von Bayer Leverkusen, Fernando Carro, hat harte Kritik am sportlichen Abschneiden des Bundesliga-Fünften und DFB-Pokalfinalisten geübt. “Die abgelaufene Saison ist letztlich enttäuschend verlaufen, obwohl wir in der Liga fünf Punkte mehr geholt haben als im Jahr zuvor, im DFB-Pokal im Finale standen und in der Europa League mit dem Erreichen des Viertelfinales zwei Runden weiter gekommen sind”, sagte Carro dem “Kölner Stadt-Anzeiger” (Montagsausgabe). “So betrachtet ist die Leistung zwar besser gewesen als im Jahr zuvor, aber unser Ziel wurde nicht erreicht. Wir brauchen uns nicht auf die Schulter zu klopfen, wenn wir unser Ziel nicht erreicht haben”, kritisierte Carro.

Der Spanier, seit 2018 Klubchef in Leverkusen, duldet keine Zufriedenheit mit dem Status quo: “Anspruch und Realität liegen bei uns auseinander.” Man habe zwei Möglichkeiten: “Den Anspruch zu senken, damit er näher an die Realität heranrückt. Oder man arbeitet daran, die Realität dem Anspruch anzugleichen.” Er selbst habe die Haltung, den Anspruch nicht zu senken. Es sei die klare Erwartungshaltung der Gesellschafter von Bayer 04, jedes Jahr die Top Vier der Bundesliga und damit die Champions-League-Qualifikation zu erreichen. Deshalb forderte Carro: “Wir müssen besser werden wollen. Auf allen Ebenen.” Als Beispiel des Machbaren sieht der ehemalige Bertelsmann-Vorstand die Erfolge von RB Leipzig. Die Sachsen stehen am Ende ihrer vierten Saison in der Fußball-Bundesliga im Halbfinale der Champions League. “Wirtschaftlich weit enteilt sind alleine Bayern München und Borussia Dortmund. Dahinter können und müssen wir uns mit allen streiten”, sagte Carro, der nicht akzeptieren will, dass auch noch der sächsische Klub auf Dauer enteilt. “Derzeit sehe ich uns wirtschaftlich auf demselben Niveau. Wir können also prinzipiell auch erreichen, was Leipzig jetzt erreicht hat.” (dts Nachrichtenagentur)

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