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Linken-Vorsitzkandidatin will bundesweiten Mietendeckel

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Linken-Vorsitzkandidatin Susanne Hennig-Wellsow fordert infolge der Coronakrise einen bundesweiten Mietendeckel. “Wenn wir das Virus nicht bald stoppen, wird es für manche Menschen um existenzielle Fragen gehen. Zum Beispiel, wie sie ihre Wohnung halten können”, sagte Hennig-Wellsow der “Welt” (Freitagsausgabe).

“Wir brauchen deswegen einen Mietendeckel für ganz Deutschland – möglicherweise mit regionalen Abstufungen.” Auch in den Bereichen Energie, Gesundheitswesen und öffentlicher Nahverkehr brauche es eine Rekommunalisierung. Es gehe allerdings nicht darum, jemandem etwas wegzunehmen. “Sondern darum, dass einige wenige Unternehmen sich zu viel gesellschaftlichen Ertrag unter den Nagel reißen.” Hennig-Wellsow sprach sich zudem dafür aus, dass sich die Linkspartei, wenn möglich, nach der kommenden Bundestagswahl an einer Regierungskoalition beteiligt. Sie sei mit einem Ausgang der Bundestagswahl zufrieden, wenn die Linke in die Lage komme, Verantwortung zu tragen. “Ich wünsche mir, dass meine Partei nach der nächsten Bundestagswahl Teil eines zukunftsfähigen Bündnisses wird.” Soziale Gerechtigkeit und ökologischen Umbau erreiche man nicht aus der Opposition. “Wir haben in Thüringen gezeigt, dass wir regieren können”, sagte Hennig-Wellsow, die in dem Bundesland Fraktions- und Parteichefin ist. Weiter sprach sie sich dafür aus, die Erfahrungen aus Thüringen, wo es mit Bodo Ramelow den ersten linken Ministerpräsidenten gibt, auf den Bund zu übertragen. “Wir sind in die Koalitionsverhandlungen 2014 und 2019 nicht planlos hineingestolpert. Wir haben die Gespräche sehr gut vorbereitet, wochenlang.” Es sei ihr dabei vor allem wichtig gewesen, sich auch in die Lage von SPD und Grünen hineinzuversetzen. “Dieses Vorgehen würde ich auch im Bund empfehlen.” (dts Nachrichtenagentur)

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