Gesundheit

Marburger Bund: Gefahr von Massenansteckungen in Stadien wäre real

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Vor den Beratungen der Gesundheitsminister hat der Ärzteverband Marburger Bund vor grünem Licht für eine Fan-Rückkehr in die Fußballstadien gewarnt und das DFL-Konzept als “unrealistisch” kritisiert. “Die Gefahr von Massenansteckungen wäre real. Wenn wir Pech haben, sitzt ein Superspreader unter den Fans, und das Virus breitet sich wie ein Lauffeuer aus”, sagte die Vorsitzende des Marburger Bundes und Hygiene-Oberärztin Susanne Johna der “Neuen Osnabrücker Zeitung”.

Das sei das Tückische an Covid-19: “Jemand kann überhaupt noch keine Beschwerden haben, aber trotzdem steckt sein Rachen schon voller Viren. Und wenn dann geschrien und gejubelt wird, kann es blitzschnell gehen.” Das in der vergangenen Woche vorgestellte Infektionsschutzkonzept der Deutschen Fußball-Liga hält Johna für unzureichend. “Die Bestrebungen der Liga sind mehr als nachvollziehbar. Aber dass ihr Konzept Ansteckungen verhindert, halte ich für unrealistisch”, sagte die Expertin der NOZ. Sie schaue sich selbst sehr gerne Fußballspiele im Stadion an und vermisse das, könne sich aber gerade deshalb nicht vorstellen, dass Fans auf ihren Sitzen hocken blieben, wenn ihre Mannschaft ein Tor schieße. “Da liegt man sich in den Armen und denkt nicht an Corona. Alles andere wäre geradezu unmenschlich.” Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beraten am Montag über das DFL-Konzept. Es sieht vor, dass die Fans der Gästemannschaften daheim bleiben müssen, Stehplätze leer bleiben, kein Alkohol getrunken wird und nur personalisierte Tickets erworben werden können. Mit einer Entscheidung der Politik wird am Montag noch nicht gerechnet. Erster Spieltag der 1. Bundesliga ist der 19. September. (dts Nachrichtenagentur)

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