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Streit um Coronaimpfung für Kinder geht weiter

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Die Direktorin des Instituts für Allgemeinmedizin der Universitätsmedizin Göttingen, Eva Hummers, spricht sich gegen eine allgemeine Impfpflicht aus, appelliert aber an Erwachsene, sich gegen Corona impfen zu lassen. “Es kann ja nicht sein, dass wir jetzt die Kinder in die Verantwortung nehmen und sagen, sie müssen sich impfen lassen, um impfunwillige Erwachsene in ihrem Umfeld zu schützen, während wir noch nicht wissen, ob die Impfung möglicherweise oder in welchem Umfang sie möglicherweise für die Kinder eine Gefährdung ist”, sagte Hummers dem “Mannheimer Morgen” (Mittwochausgabe). Die Professorin ist Mitglied in der Ständigen Impfkommission (Stiko) am Robert-Koch-Institut (RKI), die mit Verweis auf die bislang dünne Datenlage bislang noch keine Empfehlung ausgesprochen hat, Kinder unter 17 Jahren gegen Corona zu impfen.

Die europäische Arzneimittel-Agentur EMA hatte den Wirkstoff von Biontech/Pfizer für Kinder ab zwölf Jahren Ende Mai bereits zugelassen. Auch in den USA können Ab-Zwölfjährige damit immunisiert werden. Deshalb hatte es zuletzt Kritik an der Entscheidung der Stiko gegeben. Hummers wies das zurück. “Wir sollten angesichts aktuell doch eher niedriger Inzidenzen bei uns und nur äußerst geringer Risiken schwerer Covid-19-Verläufe für Kinder abwarten.” Erwachsene hingegen würden die Impfstoffe im Allgemeinen sehr gut vertragen und seien außerdem diejenigen, die selbst durch Covid-19 gefährdet sind. “Von daher sollten die sich primär impfen lassen. Die Befürchtung, dass Kinder in relevantem Umfang Erwachsene anstecken würden, ist bisher zudem unbegründet – meist wurde das Virus durch Erwachsene zum Beispiel in die Schulen hineingetragen.” (dts Nachrichtenagentur)

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