Die Berliner Bezirke erhalten in diesem Jahr erstmals jeweils rund eine Million Euro aus dem sogenannten Flexibudget für die Kinder- und Jugendhilfe. Das teilte Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch im Bildungsausschuss des Abgeordnetenhauses mit.
Durch die Aufstockung um 3,36 Millionen Euro jährlich für die Jahre 2026 und 2027 stehe nun pro Bezirk eine Summe von etwa einer Million Euro zur Verfügung, um präventive Angebote vor Ort zu stärken.
Günther-Wünsch betonte, mit der Erhöhung setze Berlin ein klares Signal für gezielte Investitionen in frühe Hilfen. „nser Ziel ist es, Kinder, Jugendliche und Familien rechtzeitig zu unterstützen und Prävention im Sozialraum nachhaltig zu verankern“, sagte die Senatorin. Das Flexibudget eröffne den Jugendämtern mehr Handlungsspielraum für konkrete, alltagsnahe Unterstützung.
Das Budget war im Mai 2020 als Modellprojekt mit zunächst 7,2 Millionen Euro jährlich gestartet, was 600.000 Euro pro Bezirk entsprach. Es wurde in den Folgejahren schrittweise aufgestockt, zuletzt im Rahmen von Maßnahmen des Jugendgewaltgipfels.
Seit Januar 2026 gilt zudem ein überarbeitetes Rahmenkonzept mit neuen Angebotstypen und einem vereinfachten Antragsverfahren, um die Steuerungsmöglichkeiten der Jugendämter weiter zu verbessern. (dts Nachrichtenagentur)
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