Forscher der Universität Duisburg-Essen erhalten 6,2 Millionen Euro für ein Projekt zur besseren Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs. Das teilte die Universität am Montag mit.
Das Gesamtprojekt „ONCOverse“ wird von der Deutschen Krebshilfe mit 16,2 Millionen Euro gefördert und zielt darauf ab, eine digitale Plattform zu entwickeln, die Behandlungsdaten von Patienten und klinische Informationen vernetzt.
Bauchspeicheldrüsenkrebs hat die niedrigste Überlebensrate aller Krebserkrankungen und ist in Deutschland die vierthäufigste Krebstodesursache. Das Essener Team um Jens Siveke vom Universitätsklinikum Essen will durch die Analyse dieser ’smarten Daten‘ herausfinden, welche Therapien bei welchen Tumoreigenschaften am besten wirken. Langfristig sollen die Behandlungen so präziser auf den einzelnen Patienten zugeschnitten werden.
An dem Konsortium sind neben Essen mehrere deutsche Universitätskliniken sowie Partner aus den Niederlanden beteiligt. Die Plattform soll kontinuierlich Daten aus dem Klinikalltag erfassen und mit modernen Analysemethoden, auch unter Nutzung Künstlicher Intelligenz, auswerten. Die Patientenperspektive wird von Beginn an in die Entwicklung einbezogen. (dts Nachrichtenagentur)
Foto: Medizinisches Personal in einem Krankenhaus (Archiv), über dts Nachrichtenagentur