Der Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Helmut Frister, hat die Entscheidung des Bundestages zur Prüfung von vorgeburtlichen Tests begrüßt.
Der Deutsche Ethikrat habe sich bereits 2013 in seiner Stellungnahme zur Gendiagnostik mit nicht invasiven pränatalen Gentests befasst und dabei insbesondere auf das Risiko einer hohen Anzahl falsch positiver Ergebnisse und die Möglichkeit negativer Auswirkungen einer flächendeckenden Anwendung auf die Einstellung gegenüber Menschen mit Behinderung hingewiesen, sagte Frister der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe).
Vor diesem Hintergrund sei es zu begrüßen, dass der Deutsche Bundestag die Bundesregierung aufgefordert habe, die Auswirkungen des Gentests umfassend zu evaluieren. Im Ergebnis sollte es jedoch nicht um eine Beschneidung individueller Möglichkeiten, sondern darum gehen, den potentiellen Eltern durch bessere Beratung eine bewusstere und abgewogenere Entscheidung zu ermöglichen, so der Vorsitzende des Ethikrates.<p>dts Nachrichtenagentur
Foto: Helmut Frister (Archiv), via dts Nachrichtenagentur