Die Berliner FDP hat die Durchführung des Probeunterrichts an den Gymnasien der Hauptstadt scharf kritisiert. Die bildungspolitische Sprecherin Maren Jasper-Winter teilte mit, es sei ein unnötiges Misserfolgserlebnis für Kinder, dass sie erneut einen Test absolvieren mussten, der nicht vorab an Vergleichsgruppen getestet worden sei.
Die sogenannte Erfolgsquote von 1,22 Prozent bezeichnete Jasper-Winter als „Experiment auf dem Rücken der Kinder“.
Sie warf Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch vor, die Auswertung des Probeunterrichts vom vergangenen Jahr nicht veröffentlicht zu haben, wahrscheinlich weil dann klar würde, „wie schlecht diese Tests gemacht sind“.
Die FDP-Politikerin forderte eine sofortige Überprüfung des Verfahrens. Der Probeunterricht dient Schülerinnen und Schülern als Aufnahmeprüfung für das Gymnasium, wenn ihre Grundschulempfehlung dafür nicht ausreicht. (dts Nachrichtenagentur)
Foto: Kinder in einer Schule (Archiv), über dts Nachrichtenagentur