Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) hat sich bei einem Besuch des Arzneimittelherstellers Daiichi Sankyo Europe in Pfaffenhofen an der Ilm für den Pharma- und Medtechstandort Bayern starkgemacht.
Die CSU-Politikerin teilte am Dienstag mit, oberstes Ziel bleibe die Sicherstellung von Arzneimittelforschung und -versorgung im Freistaat. Die politischen Entwicklungen der letzten Jahre hätten die Abhängigkeiten Europas von anderen Ländern bei der Versorgung mit Medikamenten aufgezeigt.
Gerlach sagte, es brauche verlässliche Rahmenbedingungen und Anreize, um den Wissenschaftsstandort vor Ort zu stärken und Spitzenforschung regional zu verankern.
Mit dem ersten Bayerischen Pharmagipfel 2014 habe ein bis heute andauernder intensiver Dialog zwischen Politik und Industrie begonnen, der bereits zu konkreten Verbesserungen auf Bundes- und EU-Ebene geführt habe. Das Ziel sei, Bayern zum international führenden Gesundheits- und Gesundheitsinnovationsstandort zu machen.
Die Ministerin wertete die Investition von Daiichi Sankyo Europe in ein neues Innovationszentrum in Pfaffenhofen als starkes Bekenntnis zum Standort. Das Unternehmen investiert rund eine Milliarde Euro und baut den Standort bis 2030 zum internationalen Innovationszentrum aus. Neben zusätzlichen Produktionsstätten entstehen neue Labors für zielgerichtete Krebsmedikamente, unter anderem gegen Brust-, Lungen- und Magenkrebs. (dts Nachrichtenagentur)
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