Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge hat in der Debatte um weitere Entlastungen eine Energiekrisenzahlung vorgeschlagen.
„Wir Grünen schlagen vor: eine Energiekrisenzahlung von 100 Euro pro Person“, sagte sie den Sendern RTL und ntv. „Die würde versteuert, sodass untere Einkommen mehr davon haben als hohe Einkommen. Das wäre aus unserer Sicht viel gerechter als dieser sinnlose Tankrabatt, der am Ende in den Kassen der Mineralölkonzerne zu großen Teilen landen wird.“
Zugleich rät Dröge vor dem Hintergrund eines möglichen Kerosinmangels dazu, auf Inlandsflüge zu verzichten.
„Ich finde grundsätzlich, dass die Deutsche Bahn die viel bessere Alternative ist als Inlandsflüge und dass jeder, der kann, auf einen Inlandsflug verzichten sollte“, sagte sie.
Die Bundesregierung fordert Dröge zu mehr Einsatz für Energiesparen auf. „Was ich wirklich irre finde, ist eine Bundesregierung, die die ganze Zeit so tut, als müsste sie nicht über Energieeinsparungen reden. Das Kerosin könnte knapp werden, vielleicht aber auch nicht, sagt die Wirtschaftsministerin. Handeln oder Aufrufen zum Energiesparen will sie aber nicht, weder bei den Autofahrern noch im Flugverkehr Bereich.“
Die Grünen-Politikerin schlägt eine zusätzliche Abgabe auf Privatflüge vor.
„Weil die verbrauchen extrem viel CO2“, so Dröge. „Ich halte es für vollständig unnötig, dass jemand mit einem Privatflugzeug in dieser Zeit fliegt. Und das wäre der allererste Schritt, wie man auch bei Kerosin einsparen könnte.“
Zudem brauche die Bundesregierung jetzt einen Energiesparplan. „Die Europäische Kommission arbeitet daran. Die Bundesregierung traut sich noch nicht mal, über das Thema zu reden.“ (dts Nachrichtenagentur)
Foto: Katharina Dröge (Archiv), über dts Nachrichtenagentur