Im stillgelegten Kernkraftwerk Philippsburg (Block 1) sind an einem System zur Aufbereitung von Abwasser Leckagen entdeckt worden. Das baden-württembergische Umweltministerium teilte mit, dass der Betreiber am 10. März bei einer Begehung an zwei Stutzen eines Wasserbehälters korrosionsbedingte Undichtigkeiten festgestellt habe.
Das ausgetretene Medium sei über einen Bodenablauf zurück in das für radioaktive Abwässer vorgesehene System geflossen.
Das Ereignis wurde als Meldekategorie N (Normalmeldung) und auf der internationalen Bewertungsskala INES mit Stufe 0 eingestuft. Laut Ministerium bestand keine Gefahr für Menschen und Umwelt. Der Betreiber habe den Boden auf Kontamination überprüft und nur sehr geringe Aktivitäten gemessen. Die Leckagestellen seien mit Dichtschellen abgedichtet worden; für die Zukunft sei die Erneuerung des betroffenen Behälters geplant.
Bei dem Befund handle es sich um eine Leckage an einem aktivitätsführenden System ohne weitere sicherheitstechnische Bedeutung. Die gemessene Kontamination sei so gering gewesen, dass keine Gefahr für Mitarbeiter bestanden habe. Da sich die Stelle innerhalb des Kontrollbereichs befinde, habe auch keine Verschleppung von Kontamination in die Umgebung gedroht. (dts Nachrichtenagentur)
Foto: Atomkraftwerk (Archiv), über dts Nachrichtenagentur