Die Fraktion Die Linke im Berliner Abgeordnetenhaus hat die Abschaffung der preisgünstigen Sommer-Mehrfachkarte für Freibäder scharf kritisiert. Die Berliner Bäder-Betriebe hätten das beliebte Ticket stillschweigend abgeschafft, kritisiert die sportpolitische Sprecherin Claudia Engelmann mit.
An die Stelle des flexiblen 70-Euro-Tickets, das einen Besuch für 3,50 Euro ermöglichte, sei ein komplexes Abo-System mit drei Bäder-Kategorien getreten.
In beliebten Bädern der Kategorie 1, wie in Neukölln oder Kreuzberg, verdopple sich der Einzelpreis damit faktisch auf 7 Euro. Engelmann nannte das System ein ‚unsoziales Tarif-Chaos‘.
Besonders kritisch sieht die Linke den Online-Zwang für die Abo-Verwaltung, der vor allem für ältere Menschen eine Hürde darstelle. Die Fraktion fordert den Senat auf, das Abo-System zu stoppen und die analog an der Kasse erhältliche Sommer-Mehrfachkarte zurückzubringen. (dts Nachrichtenagentur)
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