Die Mediengruppe Bayern mit Sitz in Passau will die Mediengruppe Oberfranken übernehmen. Mit dem Kauf festige man die Position als größter bayerischer Regionalzeitungsverlag, teilte die Mediengruppe Bayern am Dienstag mit.
Neben der „Passauer Neuen Presse“ erscheinen bisher bereits der „Donaukurier“ in Ingolstadt sowie die „Mittelbayerische Zeitung“ in Regensburg unter dem Dach der Mediengruppe Bayern (MGB).
Nun kommen der „Fränkische Tag“ in Bamberg sowie deren Schwesterzeitungen „Bayerische Rundschau“, „Coburger Tageblatt“ und „Saale-Zeitung“ hinzu, ebenso das Onlineportal „infranken.de“. Auch die umfangreichen Aktivitäten der Mediengruppe Oberfranken (MGO) im Geschäftsbereich Fachzeitschriften sowie das Druckgeschäft werden zu 100 Prozent übernommen.
„Der Erwerb der Mediengruppe Oberfranken ist für uns ein enorm wichtiger Meilenstein auf dem Weg, uns für die Zukunft sicher und möglichst breit aufzustellen“, sagte MGB-Geschäftsführerin Simone Tucci-Diekmann. Ohne entsprechende Unternehmensgröße und Schlagkraft seien die Herausforderungen, die durch Digitalisierung und den sich wandelnden Medienmarkt entstünden, für Regionalzeitungen nur schwer zu meistern. „Dass wir mit dieser Sichtweise nicht alleine stehen, zeigen die zahlreichen Zusammenschlüsse anderer Häuser, wie wir sie etwa zuletzt in Baden-Württemberg oder beim Kauf der Nordwest Mediengruppe durch Madsack gesehen haben.“
Albrecht Tintelnot, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Mediengruppe Oberfranken, erklärte, er und seine Mitgesellschafter hätten sich die Entscheidung nicht leicht gemacht.
„Aber angesichts immer schwieriger werdender Rahmenbedingungen für lokale Medien halten wir es für den langfristig besten und verantwortungsvollsten Weg, unseren Verlag unter ein sicheres Dach zu stellen.“
Die Kaufvereinbarung muss noch vom Kartellamt genehmigt werden. Über den Kaufpreis haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart. (dts Nachrichtenagentur)