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Münsteraner Forscher entwickeln Technik für empfindlichere Suche nach Dunkler Materie

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Wissenschaftler der Universität Münster haben eine Technik entwickelt, die die Suche nach Dunkler Materie deutlich empfindlicher macht. Das teilte die Hochschule mit.

Die Methode reduziert Störsignale durch radioaktives Radon-Gas in einem der weltweit sensibelsten Detektoren für Dunkle-Materie-Teilchen.

Im XENONnT-Experiment im italienischen Gran-Sasso-Labor gelang es dem Team, die Radon-Konzentration in flüssigem Xenon so stark zu senken, dass die verbleibende Radioaktivität eine Milliarde Mal niedriger ist als die natürliche Strahlung des menschlichen Körpers. Dadurch können extrem seltene Teilchenwechselwirkungen nahezu störungsfrei gemessen werden. Das kryogene Destillationssystem entfernt gezielt Radon und senkt dessen Anteil auf nur noch 430 Atome pro Tonne flüssigem Xenon.

Die Technologie ebnet den Weg für noch größere und empfindlichere Detektoren wie das geplante XLZD-Observatorium, das zehnmal größer sein soll. Die Entwicklung wurde durch Fördermittel des Europäischen Forschungsrates und des Bundesforschungsministeriums unterstützt. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift ‚Physical Review X‘ veröffentlicht. (dts Nachrichtenagentur)

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