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NRW-Gewerkschaftsbund lehnt Beamtenpläne der SPD ab

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Die Kritik an den Rentenplänen der SPD nimmt zu. Nun kritisiert Thorben Albrecht, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes NRW, den SPD-Plan, langfristig auch Beamte in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen: „Beamte in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen, sei weder praktikabel noch finanziell sinnvoll“, sagte Albrecht der „Rheinischen Post“ (Montagsausgabe).

Auch Roland Staude, NRW-Chef des Beamtenbunds (DBB), lehnt die SPD-Pläne ab.

„Die derzeit wiederholt aufgestellte Forderung, Beamte in die Rentenversicherung einzahlen zu lassen, ist populistisch und letztlich wenig lösungsorientiert.“ Die Forderung befeuere lediglich eine Neiddebatte zwischen den beiden Versorgungssystemen, leiste aber keinen Beitrag zur Reform. „Zwar mögen zunächst zusätzliche Einnahmen generiert werden, die Beamten würden in der Konsequenz auch Rentenansprüche erwerben und somit auch höhere Ausgaben verursachen. Denn eins der großen strukturellen Probleme der Rentenversicherung, nämlich die `ungünstige` Demografie, besteht auch in der Beamtenschaft.“

Die SPD will laut Wahlprogramm langfristig alle Erwerbstätigen in die Rentenversicherung einbeziehen.

Derzeit tagt die Rentenkommission der Bundesregierung, die bis Juni Vorschläge vorlegen soll. (dts Nachrichtenagentur)

Foto: SPD-Logo (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

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