Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) ist überzeugt, dass Volkswagen eine gute Zukunft nur mit dem VW-Werk in Zwickau-Mosel haben kann. Das sagte Panter dem Fachinfodienst „Tagesspiegel Background“.
Zwickau und die anderen sächsischen VW-Standorte hätten bewiesen, wie wichtig sie für VW seien.
Das Zwickauer Werk habe bei der Elektromobilität Entwicklungshilfe für den gesamten Konzern geleistet. Panter verwies auf die nachgewiesene Produktivität und die bereits umgesetzten Kostensenkungen.
Die vereinbarte Senkung der Fabrikkosten sei in Zwickau 2025 erreicht worden, sagte der Minister. Für 2026 sei der Standort auf einem guten Weg, die vorgegebenen Ziele zu erfüllen. Auch im Vergleich mit osteuropäischen Standorten müsse sich Zwickau bei Kosten und Produktivität nicht verstecken.
Das VW-Werk in Bratislava werde dabei häufig als Maßstab herangezogen.
Bei einem Vergleich der reinen Fahrzeugkosten liege der slowakische Standort zwar vorn, sagte Panter. Auf vergleichbarer Grundlage, also unter Einbeziehung der externen Dienstleister, zeige sich jedoch, dass die reine Arbeitsproduktivität in Zwickau deutlich höher sei als in Bratislava. „Zwickau ist 30 Prozent produktiver als das zweitbeste Fahrzeugproduktionswerk in Deutschland“, so der Minister.
VW-Chef Oliver Blume besucht in der kommenden Woche das Werk in Zwickau, um sich bei einer Betriebsversammlung den Fragen der Belegschaft zu stellen. Panter erwartet, dass der VW-Vorstand nach einer sehr emotional geführten Diskussion eine rationale Entscheidung trifft.
Blume hatte zuletzt von „intelligenteren Lösungen“ als einer Werksschließung gesprochen. (dts Nachrichtenagentur)
Foto: Volkswagen (Archiv), über dts Nachrichtenagentur