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Siegener Forscher entwickeln Mikrochip-Modell für Darmblutungen

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Forscher der Universität Siegen arbeiten an einem neuartigen 3D-Darm-Modell auf einem Mikrochip, um die Ursachen schwer behandelbarer Darmblutungen bei einer bestimmten Blutgerinnungsstörung zu erforschen. Das teilte die Hochschule am Montag mit.

Das Modell soll die komplexen Bedingungen im menschlichen Darm nachbilden und insbesondere die Rolle des sogenannten von-Willebrand-Faktors bei der Entstehung von Blutungen untersuchen.

Bei der von-Willebrand-Erkrankung ist der Blutgerinnungsprozess gestört, was zu lang anhaltenden Blutungen führen kann. Besonders problematisch sind wiederkehrende Darmblutungen durch krankhafte Gefäßveränderungen, sogenannte Angiodysplasien. Das Siegener Team um die Biochemikerin Maria Brehm nutzt für seine Forschung Zellen und Blut, in denen der von-Willebrand-Faktor reduziert ist, um die Erkrankung auf dem Mikrochip zu simulieren.

Das Modell könnte künftig genutzt werden, um neue Wirkstoffe gegen die Darmblutungen zu testen – ganz ohne Tierversuche. Für ihr Forschungsvorhaben wurde Brehm kürzlich in Hamburg mit dem Günter Landbeck Excellence Award ausgezeichnet.

Das Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro fließt direkt in die Forschung, eine neue Doktorandin wurde bereits eingestellt. (dts Nachrichtenagentur)

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