Die SPD-Landtagsfraktion in Nordrhein-Westfalen hat den aktuellen Entwurf der schwarz-grünen Landesregierung zur Reform des Kinderbildungsgesetzes scharf kritisiert. Trotz eines Ministerwechsels seien die umstrittenen Kernpunkte wie die Einführung von Kern- und Randzeiten sowie mögliche Überbelegungen von Kita-Gruppen unverändert geblieben, teilte der familienpolitische Sprecher Dennis Maelzer mit.
Lediglich bei der Finanzierung eingruppiger Kitas habe die Regierung nachgebessert.
Dies reiche bei Weitem nicht aus. Wer weiter auf diese Pläne setze, fahre die frühkindliche Bildung systematisch zurück, so Maelzer. Es bleibe ein Rätsel, warum die Chance für eine grundlegende Überarbeitung nicht genutzt worden sei.
Die neue Familienministerin habe mit der Übernahme des Entwurfs dieses ‚Schlechte-Kita-Gesetz‘ zu ihrem gemacht, kritisierte der SPD-Politiker. Der erste Gang hätte zu den kritischen Trägern, Gewerkschaften und Eltern führen müssen. Die SPD-Fraktion fordert, dass die geplante Reform von Grund auf überarbeitet wird. (dts Nachrichtenagentur)
Foto: Spielendes Kind (Archiv), über dts Nachrichtenagentur