Die Chefin des Thüringer BSW-Landesverbandes, Katja Wolf, geht auf maximale Distanz zur Bundesspitze ihrer Partei und kritisiert deren Gründerin Sahra Wagenknecht scharf.
„Mit der Annäherung an die AfD hat Sahra Wagenknecht eine Grenze überschritten“, sagte die stellvertretende Ministerpräsidentin des Freistaats der „Zeit“. Sie warne davor, dass ihre Partei einer AfD leichtfertig zur Macht verhelfe.
Für das BSW könne es keine Verbrüderung mit der AfD geben. Die Partei sei „hochgefährlich“, sie mache „keine Politik für die kleinen Leute“, sondern agiere „rassistisch und frauenfeindlich“.
Damit reagiert die Politikerin auf die Pläne in ihrer Partei, den AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund in Sachsen-Anhalt bei einer möglichen Wahl im dritten Wahlgang durch Enthaltung nicht daran zu hindern, Ministerpräsident zu werden. Auch den Forderungen von Wagenknecht nach Einsetzung einer Expertenregierung in Thüringen erteilte Wolf eine klare Absage. Das sei „undemokratisch“ und könne „nicht der richtige Weg für Thüringen sein“.
Wolf plant, an der Koalition mit der CDU von Ministerpräsident Mario Voigt und der SPD in Thüringen festzuhalten.
„Das Gutachten, das Voigt vorwirft, in seiner Dissertation plagiiert zu haben, wurde von der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag bezahlt und ist Teil einer Kampagne“, sagte Wolf der „Zeit“. (dts Nachrichtenagentur)
Foto: Katja Wolf (Archiv), über dts Nachrichtenagentur