Bei einem Schlag gegen organisierte Drogenkriminalität haben Zollfahnder in Nordrhein-Westfalen rund 1,5 Tonnen Marihuana beschlagnahmt und einen Mann in Haft genommen. Das teilte der Zoll a Dienstag mit.
Ausgangspunkt war ein Hinweis aus den USA Ende 2025, wonach in einem Frachtcontainer aus Kanada, der als Bürostühle getarnt war, etwa 1,2 Tonnen Marihuana entdeckt worden waren. Die Lieferadresse führte nach Langenfeld.
Bereits am 6. Januar 2026 beobachteten Einsatzkräfte die Anlieferung des Containers in Langenfeld und nahmen vier Personen vorläufig fest. Bei anschließenden Durchsuchungen von Wohn- und Lagerobjekten in Langenfeld und Solingen wurden weitere 10 Kilogramm Marihuana und 29 Kilogramm Haschisch sichergestellt. Gegen einen 38-jährigen Hauptverdächtigen aus Solingen erließ das Amtsgericht Düsseldorf Haftbefehl.
Drei niederländische Beschuldigte wurden nach Identitätsfeststellung wieder freigelassen.
In den folgenden Wochen stellten die Ermittler bei einer weiteren Lieferung in Wülfrath etwa 300 Kilogramm Marihuana sicher und nahmen einen 54-jährigen Mann fest. Bei weiteren Durchsuchungen in Solingen Ende Januar wurden unter anderem zwei Kilogramm Marihuana, Kokain und zwei Schusswaffen gefunden. Anfang März konnte der Gruppe eine weitere beschlagnahmte Lieferung von 115 Kilogramm Marihuana aus Kanada zugeordnet werden. Der Gesamtwert der sichergestellten Drogen wird auf über 15 Millionen Euro geschätzt.
Die Ermittlungen dauern an. (dts Nachrichtenagentur)
Foto: Beschlagnahmtes Cannabis (Archiv), Zoll Essen, Text: über dts Nachrichtenagentur