Eine unbekannte giftige Substanz hat im Langwassergraben in Nürnberg zu einem Fischsterben geführt. Wie die Stadt Nürnberg am Dienstag mitteilte, wurden am Samstag vermehrt tote Fische in dem Gewässer entdeckt, woraufhin umgehend Schutzmaßnahmen eingeleitet wurden.
Als Reaktion auf den Vorfall sperrten Feuerwehr, Wasserwirtschaftsamt, der Servicebetrieb öffentlicher Raum und die Stadtentwässerung den Zulauf zum Langwassersee mit einer Spezialblase.
Zusätzlich wurde der Ablauf aus dem See gedrosselt, um eine weitere Ausbreitung der Verunreinigung zu verhindern. Insgesamt verendeten etwa 300 Fische, darunter rund 40 größere Tiere wie Hechte, Zander und Schleien.
Das Landesamt für Umwelt untersucht derzeit Wasser- und Fischgewebeproben, um die giftige Substanz zu identifizieren. Nach Einschätzung der Fachbehörden handelt es sich um einen punktuellen, temporären Eintrag, sodass keine weitere Gefahr besteht. Die vorsorglichen Warnungen für Hundehalter wurden bereits aufgehoben. (dts Nachrichtenagentur)