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Großrazzia gegen Schleuserbande im Ruhrgebiet

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Die Bundespolizei hat mit einem Großaufgebot von über 500 Einsatzkräften in mehreren Städten Nordrhein-Westfalens zugeschlagen. Wie die Generalstaatsanwaltschaft Hamm und die Bundespolizeidirektion Sankt Augustin mitteilten, wurden am 25. März vier Haftbefehle und 15 Durchsuchungsbeschlüsse in Essen, Gelsenkirchen, Marl, Herdecke und Lüdenscheid vollstreckt.

Dabei sicherten die Beamten umfangreiches Beweismaterial, darunter elf Schlauchboote, einen Bootsmotor, zahlreiche Rettungswesten, mehr als 50.000 Euro Bargeld sowie drei Waffen.

Die Razzia ist Teil internationaler Ermittlungen gegen ein Netzwerk, das illegale Bootsschleusungen über den Ärmelkanal nach Großbritannien organisiert. Den Tätern werden Gewinne von 100.000 bis 150.000 Euro pro erfolgreich ankommendem Boot zugerechnet. Sie sollen dabei bewusst die Gefährdung der Migranten in Kauf nehmen, da das verwendete Material für die Überfahrt ungeeignet sei. Die Maßnahmen wurden im Auftrag mehrerer Staatsanwaltschaften unter Koordination von Europol und Eurojust durchgeführt.

An dem Einsatz waren auch rund 20 Ermittler aus Belgien, Frankreich, Großbritannien sowie vom Bundeskriminalamt und Europol beteiligt.

Die vier festgenommenen Personen sollen nach Vorführung vor einem Ermittlungsrichter in Auslieferungshaft genommen werden, mit dem Ziel ihrer Überstellung an belgische Justizbehörden. Über die Zulässigkeit der Auslieferung wird das Oberlandesgericht Hamm entscheiden. (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Einsatz Bundespolizei EUROPOL (Archiv), Text: über dts Nachrichtenagentur

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