Nach einem schweren Hundeangriff in Offenburg am vergangenen Samstag hat die Polizei am Montag weitere Ermittlungserkenntnisse mitgeteilt. Demnach war der beteiligte Rüde bereits mehrere Tage privat bei einer Familie untergebracht, weil sich seine in Frankreich lebenden Halter im Urlaub befanden.
Ein Angehöriger konnte während des Vorfalls eingreifen, den Hund vom Angriff abbringen und in einem Badezimmer einsperren, wodurch die Rettung der verletzten Frau ermöglicht wurde.
Das Opfer befindet sich weiterhin in medizinischer Behandlung. Der Hund wurde noch am Samstag beschlagnahmt und ist in behördlicher Verwahrung. Um Erkenntnisse über das Tier zu gewinnen, hat die Polizeihundeführerstaffel des Polizeipräsidiums Offenburg auch Ermittlungen in Frankreich eingeleitet. Bislang liegen keine weiteren Informationen zu dem Hund vor.
Die Ermittler stehen für das weitere Verfahren und die Gefährdungsbewertung mit dem Ordnungsamt der Stadt Offenburg und dem Veterinäramt des Ortenaukreises in Kontakt. Zudem wurde ein Ermittlungsverfahren unter anderem wegen des Verdachts der illegalen Einfuhr des Tieres eingeleitet. (dts Nachrichtenagentur)