Am Samstagnachmittag haben mehrere Tausend Personen versucht, den Gemeindeteil Altschauerberg in Emskirchen aufzusuchen. Der Markt Emskirchen hatte im Vorfeld des sogenannten „Schanzenfests“ eine Verfügung erlassen, die Ansammlungen von mehr als acht Personen verbot, wie die Polizei am Abend mitteilte.
Dennoch versammelten sich ab den Mittagsstunden zahlreiche Menschen in der Nähe eines Supermarktes und machten sich gegen 13:45 Uhr zu Fuß auf den Weg nach Altschauerberg, wo sich schließlich rund 4.000 Personen aufhielten.
Hintergrund ist eine „Tradition“ von Gegnern des ehemaligen Youtubers Drachenlord, die vor sieben Jahren zum ersten Mal zum Heimatdorf und ehemaligen Wohnort des damaligen Streamers gepilgert waren.
Die Polizeiinspektion Neustadt an der Aisch leitete am Samstag den Einsatz, bei dem zahlreiche Beamte, darunter auch Kräfte des USK Mittelfranken und der Reiterstaffel, im Einsatz waren. Diese verhinderten das Vordringen der überwiegend jungen, männlichen Personen in den Gemeindeteil. Während des Einsatzes kam es zu mehreren Vorfällen, darunter eine Beleidigung von Einsatzkräften, Sachbeschädigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Ein 16-jähriger Tatverdächtiger wurde vorläufig festgenommen.
Zudem zündeten Unbekannte Böller im angrenzenden Wald.
Ein 20-jähriger Mann verletzte sich schwer, als er in eine Jagdhütte im Wald einsteigen wollte und sich am Fensterglas schnitt. Er wurde von den Einsatzkräften und später vom Rettungsdienst versorgt und ins Krankenhaus gebracht. Gegen 16:30 Uhr begannen die meisten Anwesenden, den Ort zu verlassen, während die Polizei bei rund 100 Personen die Identität feststellte und Ordnungswidrigkeitenverfahren einleitete. (dts Nachrichtenagentur)