Nach einem schweren Unfall mit einem Pedelec in Rastatt hat das Polizeipräsidium Offenburg einen Fahrradaktionstag durchgeführt. Wie die Polizei mitteilte, hatte sich am Montagnachmittag in Rastatt ein 12-Jähriger schwer verletzt, als er unvernünftigerweise auf der Lenkstange eines von einem 14-Jährigen gefahrenen Pedelecs saß.
Aus bislang ungeklärter Ursache stürzten die beiden alleinbeteiligt, wobei der Fuß des Jungen zwischen die Speichen des Vorderrades geriet. Er musste in ein Krankenhaus gebracht werden.
Vor diesem Hintergrund führte die Polizei am Dienstag präsidiumsweit Kontrollen durch. Etwa 100 Beamte überprüften zwischen 7:00 und 17:00 Uhr mehr als 400 Fahrräder, 150 Pedelecs und 200 E-Scooter. Ein Schwerpunkt lag dabei auf manipulierten Fahrzeugen, dem Tragen von Fahrradhelmen und der regelkonformen Nutzung von E-Scootern.
Insgesamt stellten die Beamten über 200 Verkehrsordnungswidrigkeiten fest, die zu Verwarnungs- oder Bußgeldverfahren führten.
Beanstandet wurden unter anderem die verbotene Handynutzung, das widerrechtliche Befahren von Gehwegen, die falsche Nutzung von Radwegen, die Mitnahme von Personen auf E-Scootern und Rotlichtverstöße. 45 Verkehrsteilnehmer erhielten zudem Anzeigen wegen einer Verkehrsstraftat, darunter Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz. Ein zuvor entwendeter E-Scooter konnte sichergestellt werden. (dts Nachrichtenagentur)
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