Das Amtsgericht Kempten hat einen 25-jährigen polnischen Staatsangehörigen wegen Drogenschmuggels zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt. Die Bundespolizei teilte mit, dass der Mann im Juni vergangenen Jahres bei einer Kontrolle nahe Lindau geflohen war, nachdem Beamte in seinem Fahrzeug rund 2,5 Kilogramm Betäubungsmittel im Wert von etwa 37.500 Euro entdeckt hatten.
Die Drogen waren unter dem Reserverad im Kofferraum versteckt.
Nach seiner Flucht in ein Waldstück wurde eine großangelegte Fahndung unter Beteiligung von Bundes- und Landespolizei, einem Hubschrauber sowie Drohnen der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks eingeleitet, die jedoch zunächst erfolglos blieb. Der Kurierfahrer wurde erst rund sieben Wochen später, Ende Juli, bei einer weiteren Polizeikontrolle auf einem Autobahnparkplatz an der A93 von Beamten der Grenzpolizeiinspektion Selb festgenommen.
In der Verhandlung gestand der Angeklagte, die Drogen transportiert zu haben. Während die Staatsanwaltschaft eine Haftstrafe von drei Jahren und zwei Monaten forderte, setzte das Gericht die Strafe zur Bewährung aus. Die bereits verbüßte Untersuchungshaft von einem halben Jahr wurde angerechnet, zudem muss der Verurteilte 2.400 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen.
Die Staatsanwaltschaft kann noch Berufung gegen das Urteil einlegen. (dts Nachrichtenagentur)
Foto: Polizeibeamte (Archiv), über dts Nachrichtenagentur