Staatsanwaltschaft und Polizei Münster haben sechs jugendliche Intensivtäter festnehmen lassen, die für mehr als 100 Straftaten in der Stadt verantwortlich sein sollen. Das teilten die Behörden am Donnerstag mit.
Die 15- bis 16-Jährigen gehörten zu einer Gruppe, die in wechselnder Zusammensetzung im gesamten Stadtgebiet Körperverletzungen und Eigentumsdelikte begangen habe.
Die Jugendlichen trafen sich regelmäßig im Bahnhofsumfeld und wählten ihre Opfer willkürlich aus. Sie stahlen unter anderem E-Bikes und hochwertige Autos, oftmals weil diese nicht verschlossen waren. Nach Ermittlungen finanzierten sie mit den Diebstählen ihren Drogenkonsum, viele Taten seien aber auch aus Langeweile und Abenteuerlust begangen worden.
Trotz täglicher Personenkontrollen, Gefährderansprachen und Gesprächen mit Eltern und Behörden im Haus des Jugendrechts setzten die Jugendlichen ihre Straftaten fort. Das Amtsgericht Münster erließ schließlich Untersuchungshaftbefehle wegen Wiederholungsgefahr.
Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt sagte, dass Haft gegen Jugendliche nur als letztes Mittel angeordnet werde. (dts Nachrichtenagentur)