Home BlaulichtSkelette und Mauerreste bei Fernwärme-Arbeiten am Bamberger Rathaus entdeckt

Skelette und Mauerreste bei Fernwärme-Arbeiten am Bamberger Rathaus entdeckt

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Bei Bauarbeiten für eine Fernwärmeleitung am Bamberger Rathaus Maxplatz sind Archäologen auf mehrere Skelette und Reste spätmittelalterlicher Bebauung gestoßen. Das teilte die Stadt Bamberg mit.

Die Funde stammen aus der Zeit, als an dieser Stelle noch die Kirche Alt-St. Martin mit einem großen Friedhof stand, bevor das Rathaus gebaut wurde.

Der Stadtarchäologe Stefan Pfaffenberger hatte die Baustelle im Auge, da mit Funden im Umfeld des ehemaligen Friedhofs gerechnet wurde. Eine Archäologin berichtete von fünf bis zehn Skeletten südlich des Rathauseingangs. Die Gebeine lagen teils geordnet, teils wild durcheinander, was für einen lange genutzten Friedhof typisch ist. Die Skelette wurden geborgen und werden zur Untersuchung nach München gebracht. Ihr Alter wird auf die Zeit zwischen dem 13. Jahrhundert und 1802 datiert.

Neben den menschlichen Überresten wurden auch Sandsteinmauern eines Kellers freigelegt. Es handelt sich um Reste von Bürgerhäusern, die vor dem Bau des Priesterseminars am Rand des Friedhofs standen. Die Erkenntnisse der Grabung sollen in einem wissenschaftlichen Bericht festgehalten werden. Beim Bau der Tiefgarage unter dem Maxplatz im Jahr 1969 waren ähnliche Funde damals nicht archäologisch dokumentiert worden. (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Menschliche Überreste (Archiv), Stadt Bamberg, Stefan Pfaffenberger, Text: über dts Nachrichtenagentur

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