Ein gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr hat am Mittwochabend den Zugverkehr zwischen Rosenheim und Salzburg massiv gestört. Die Bundespolizei ermittelt gegen einen oder mehrere unbekannte Täter, die in Bernau Steine auf die Schienen gelegt haben.
Dadurch wurde nach Angaben der Polizei das mögliche Eintreten eines größeren Sach- oder Personenschadens billigend in Kauf genommen.
Die Bundespolizei wurde von der Notfallleitstelle der Bahn informiert, nachdem ein Güterzug im Bereich des Bahnhofs Bernau über einen Gegenstand gefahren war. Der Lokführer leitete sofort eine Bremsung ein, der Zug kam etwa 500 Meter nach dem Bahnhof zum Stehen. An der Lokomotive fanden die Beamten Anhaftungen, die mit großer Wahrscheinlichkeit von zermahlenen Steinen stammen. Entsprechende Mahlspuren waren auch auf den Schienen erkennbar.
Eine Absuche des Umfelds blieb ohne weitere Erkenntnisse.
Die Gleise der Strecke RosenheimSalzburg waren von etwa 18:50 Uhr bis gegen 19:30 Uhr gesperrt. Die Sperrung wirkte sich unmittelbar auf 18 Züge aus und verursachte Verspätungen von insgesamt rund 740 Minuten. Die Bundespolizei warnt eindringlich davor, sich im Gleisbereich aufzuhalten oder das Ablegen von Gegenständen als harmlosen Streich abzutun. Zeugen des Vorfalls werden gebeten, sich bei der Bundespolizeiinspektion Rosenheim zu melden. (dts Nachrichtenagentur)
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