Nach einer großangelegten Razzia gegen einen mutmaßlichen Kokainhandel im Raum Aschaffenburg sitzen vier Männer in Untersuchungshaft. Das teilten die Polizei am Montag mit.
Gegen alle vier Beschuldigten wurde die Untersuchungshaft angeordnet, in einem Fall wurde der Haftbefehl jedoch außer Vollzug gesetzt. Ihnen wird vorgeworfen, mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge gehandelt zu haben. Drei der Männer stehen außerdem unter dem Verdacht der räuberischen Erpressung.
Die Durchsuchungen hatten in der Nacht zum Samstag stattgefunden. Rund 200 Einsatzkräfte durchsuchten Objekte in Aschaffenburg sowie in Gemeinden der Landkreise Aschaffenburg und Miltenberg.
Hintergrund ist der Verdacht, dass mehrere Personen in den Kokainhandel verwickelt sind. Die Ermittlungen dazu waren bereits im Sommer 2025 aufgenommen worden. Bei den Razzien wurden etwa 100 Gramm Kokain sichergestellt, teils in einer Wohnung, teils in einer Gaststätte.
Die Polizei betonte, dass zum Zeitpunkt der Durchsuchung in der Gaststätte bekannt war, dass sich noch Gäste darin befanden. Bei den Festnahmen der beiden Hauptverdächtigen, zwei Männer mit kosovarischer Staatsangehörigkeit, war auch ein Spezialeinsatzkommando im Einsatz.
Neben den Drogen wurden auch Waffen, eine Schutzweste, Bargeld, Kryptowährungen und eine Harley-Davidson als mutmaßlich mit Drogengeldern finanzierte Wertgegenstände beschlagnahmt. (dts Nachrichtenagentur)