Die Wasserwirtschaftsverbände Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) fordern ein Verbot des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat und möglicher Vorläufersubstanzen. Das teilten die Verbände am Montag mit.
Sie reagieren damit auf eine Studie der Universität Tübingen, die eine Bildung des Herbizids in Kläranlagen vermutet hatte.
Eigene Untersuchungen der Verbände auf drei Kläranlagen im Frühjahr dieses Jahres hätten jedoch keinen Hinweis auf eine solche Bildung ergeben.
Vielmehr deuteten relativ konstante Konzentrationen im Zulauf der Anlagen auf einen kontinuierlichen Eintrag hin, wahrscheinlich durch den Abbau von Waschmittelzusätzen im Kanalsystem. In den Kläranlagen selbst werde Glyphosat eher abgebaut.
Die gemessenen Werte in den Gewässern der Region lägen unter den geltenden Grenzwerten. Dennoch sprechen sich die Verbände für ein Verbot aus, um den Eintrag von vornherein zu verhindern. „Die negativen Aspekte von Glyphosat auf die aquatische Umwelt sind unbestritten“, sagte Frank Obenaus, Vorstand für Wassermanagement und Technik bei EGLV. (dts Nachrichtenagentur)