Bei einer bundesweiten Schwerpunktprüfung gegen Schwarzarbeit hat der Zoll in der Region Heilbronn zahlreiche Verstöße aufgedeckt. Wie das Hauptzollamt Heilbronn mitteilte, waren am vergangenen Freitag 36 Beschäftigte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit im Einsatz und überprüften 23 Betriebe wie Hotels, Pensionen, Bars und Imbisse unter anderem in Heilbronn, Neckarsulm, Ludwigsburg und Bad Mergentheim.
Bei den Kontrollen stellten die Beamten in 23 Betrieben Unregelmäßigkeiten fest.
Sie fanden Hinweise auf sechs mögliche Mindestlohnverstöße und 13 Fälle von illegaler Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte. Zudem wurden zwei Verdachtsfälle von Urkundenfälschung sowie zwei Fälle von vorenthaltenem Arbeitsentgelt ermittelt. In zwölf Fällen gab es Anhaltspunkte für Meldeverstöße.
Insgesamt leitete der Zoll zehn Strafverfahren und 13 Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. In zwei Fällen wurde wegen illegalen Aufenthalts eine Sicherheitsleistung von je 2.500 Euro erhoben. Die Prüfungen dienen nach Angaben des Zolls auch der Sensibilisierung der Arbeitgeber für die aktuellen Mindestlohnerhöhungen, die seit Januar bei 12,82 Euro pro Stunde liegen. (dts Nachrichtenagentur)