Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd hat im dritten Quartal 15 erfolgreiche Betrugsfälle im Bereich Callcenterbetrug registriert, bei denen Täter Bargeld und Wertgegenstände im Gesamtwert von mehr als 400.000 Euro erbeuteten. Wie die Behörde mitteilte, gab es zusätzlich knapp 580 Versuche, bei denen die Betrüger jedoch scheiterten.
In mehreren Fällen konnten Polizeibeamte jedoch laufende Betrugsversuche vereiteln.
Am 1. September gelang in Münsing die Festnahme eines 20-jährigen Abholers, der eine EC-Karte einer 94-jährigen Frau stehlen wollte. Eine Woche später stellten Beamte der Grenzpolizei Murnau bei Penzberg einen weiteren Tatverdächtigen mit polnischem Kennzeichen fest, bei dem sich eine fünfstellige Bargeldsumme befand.
Die Kriminalpolizei warnt eindringlich vor den Betrugsmaschen, bei denen sich Täter als Polizeibeamte, Ärzte oder Professoren ausgeben und unter Vorspiegelung falscher Tatsachen zur Übergabe von Geld oder Wertgegenständen auffordern. Insgesamt konnten in sieben Fällen Tatverdächtige festgenommen werden, die Ermittlungen laufen weiter. (dts Nachrichtenagentur)